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Fliegender Hamburger - SVT 877

Der Urahn des ICE

Triebwagen wie der "Fliegende Hamburger" verkürzten die Reisezeit zwischen den Großstädten erheblich. Es entstand ein erstes Schnellverkehrsnetz, die Grundlage des heutigen ICE-Netzes.

Wenn der Antrieb in einem Personenwagen untergebracht ist, nennt man dies einen Triebwagen. Schon früh in der Eisenbahngeschichte wurden Antrieb und Sitzplätze in einem Fahrzeug vereint.

Bei Dampfmaschinen setzte sich diese Bauart nicht durch. Problematisch waren die großen Kohlen- und Wasservorräte und der Feuerungskessel, die schlecht mit dem Personenwagen kombiniert werden konnten.

Effektiv wurde dieses Prinzip mit dem Einsatz von Motoren mit Flüssigkraftstoff, meistens Diesel. Dies macht den Zug leichter, er kann besser beschleunigen und höhere Geschwindigkeiten bei geringerem Energieverbrauch erzielen.

Quelle: DB Museum/Klaus Mosch

Die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft setzte in den 1930er Jahren verstärkt auf Dieseltriebwagen. Schnellere Bahnverbindungen traten gegen die aufkommende Konkurrenz des PKWs und des Flugzeugs an - mit Erfolg bei den Reisenden. Ab 1933 fuhren „Fliegende Züge“ im Regelverkehr.

Der im DB Museum ausgestellte "Fliegende Hamburger" (SVT 877) war der erste Dieselschnelltriebwagen der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft. Er wurde 1931 von der Maschinenbau AG Görlitz gebaut. Nachdem er im Jahr 1957 ausgemustert worden war, setzte ihn das Ausbesserungswerk Nürnberg in den Ursprungszustand zurück. 

Technische Daten
Baujahr 1931
Hersteller Maschinenbau AG Görlitz
Höchstgeschwindigkeit 160 km/h
Leistung 2 x 410 PS
Dienstgewicht94 t 

                                             

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