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Diesellokomotive V 36 108

Diesellok der Wehrmacht für den Einsatz in militärischen Anlagen

Europas meistgebaute Diesellok vor dem 2. WK

Für den Einsatz auf militärischen Bahnanlagen, zur Verwendung bei den Pionieren und für den Transport von Eisenbahngeschützen beschaffte die Wehrmacht zwischen 1938 und 1941 insgesamt 373 Lokomotiven in unterschiedlicher, aber ständig verbesserter Bauausführung. Diese trugen die Bezeichnung WR 360 C 14, und hatten einen hydraulischen Antrieb mit einer Leistung von 265 kW sowie drei Achsen. An der Herstellung beteiligten sich die Lokomotivfabriken Krupp, Orenstein & Koppel, Henschel, Schwartzkopff (Berliner Maschinenbau AG), Deutz und Jung.

1940 lieferte die Berliner Maschinenbau AG V 36 108 an das Reichsluftfahrtministerium in Berlin. Anschließend wurde die Diesellok unter dem Namen V 36 282 an das Flakzeugamt Velten/Mark ausgeliefert und am 31.12.1940 abgenommen.

Von 1942 bis August 1943 war 36 282 im Feld-Luftpark Minsk in Weißrussland eingesetzt und kam anschließend 1944 ins Lufttanklager Ehmen bei Fallersleben. Die Deutsche Reichsbahn übernahm die Lok 1944 als V 36 108.

Bei Kriegsende befand sich die Lok in Nürnberg Hbf, und wurde am 7. September 1949 durch die Deutsche Bundesbahn als V 36 108 übernommen. Hier wurde sie nun zusammen mit ca. 70 anderen Maschinen auf Nebenstrecken im Personen- und Güterverkehr und im Rangierdienst eingesetzt. Weitere Einsatzorte waren München Hbf, Stuttgart, Kornwestheim, Heilbronn, Aalen, Frankfurt am Main, Darmstadt und Mannheim. In Mannheim wurde sie am 30. März 1978 ausgemustert und später im Depot des DB Museums in Lichtenfels aufbewahrt. Mittlerweile steht V 36 108 im DB Museum Nürnberg.

Technische Daten
Baujahr 1940
Höchstgeschwindigkeit55 km/h
Hersteller Berliner Maschinenbau AG
Länge9.200 mm
Leistung 265 kW/360 PS
AchsfolgeC
Gewicht41 t

                                             

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