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Schnellzug-Elektrolokomotive

118 003-3

Die Lokomotiven der Baureihe E 18 waren bestimmt zur Beförderung schwerer Schnellzüge mit hohen Geschwindigkeiten. Die Lokomotiven wurden für die neu elektrifizierten Strecken München-Stuttgart und München-Nürnberg-Leipzig-Berlin entwickelt.

Viele Baugruppen, wie zum Beispiel die Motoren oder der AEG Federtopfantrieb, wurden von der E 04 übernommen. Der Lokkasten hingegen war eine Neuentwicklung, der den Grundsätzen der Aerodynamik und der Stromlinie Rechnung trug. Bedingt durch den Zweiten Weltkrieg wurde die weitere Beschaffung der E 18 zugunsten der wichtigeren Kriegsloks E 44 und E 94 eingestellt. Bis Kriegsende wurden daher nur 53 Lokomotiven gebaut.
Nach dem Krieg verblieben bei der Deutschen Bundesbahn 41 Lokomotiven, die weiterhin im Schnellzugdienst eingesetzt wurden. Mitte der sechziger Jahre wurden die leistungsfähigen Lokomotiven durch die neu in Auslieferung befindlichen E 10 verdrängt. Die Loks wurden nun vermehrt im Nahverkehr eingesetzt, was der Schnellzuglok nicht sonderlich bekam. Die Schäden an Schaltwerk und Bremse häuften sich. In den siebziger Jahren erhielten einige E 18 die Vorrüstung für die automatische Kupplung. Es wurden sogenannte Verschleißpufferbohlen angebracht, die das elegante Aussehen der Loks nachteilig beeinflußten. Die E 18 03 ist eine derart umgebaute Lokomotive. Die Loks der BR E 18 wurden bis 1984 planmäßig eingesetzt. 

Baureihendaten
erstes Baujahr1935
Achsfolge/Bauart1'Do'1
Treibrad-Durchmesser1.600 mm
Eigengewicht108,5 t
Länge ü. P.16.920 mm
Geschwindigkeit150 km/h
AntriebKleinow-Federtopfantrieb
Leistung2.840 kW
Zugkraft206 kN
Stromsysteme15 kV 16 2/3 Hz, Oberleitung
KupplungsartSchraubenkupplung

Fahrzeugdaten
angebrachte Fz-Bezeichnung118 003-3
UIC-Nummer118 003-3
ehem. Fz-BezeichnungE 18 003
HerstellerAllgemeine Elektricitäts-Gesellschaft (AEG)
Fabriknummer4876/1935
Indienststellung17.10.1935
Ausmusterung31.07.1984
Bezeichnungen 1935-1967: E 18 03
1968-1984: 118 003-3
Beheimatungen München Hbf, Stuttgart-Rosenstein, Regensburg, Würzburg

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