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Personen-/ Güterzug-Elektrolokomotive

E 44 002

Die von der Deutschen Reichsbahn beschafften Lokomotiven der Baureihe E 44 wurden als Universalloks für den Personen- und Güterverkehr in Süd- und Mitteldeutschland eingesetzt.

Ende der zwanziger Jahre stagnierte die Elektrifizierung der Reichsbahnstrecken, auch Neubauten von Elektrolokomotiven wurden nicht in Auftrag gegeben. Daher startete die deutsche Lokomotivindustrie den Versuch, eine Allzwecklokomotive zu bauen. Die Firmen BEW, MSW und SSW bauten je eine Lok und überließen sie der Reichsbahn zu Testfahrten. Das Ergebnis war eine Bestellung von 20 Lokomotiven der Baureihe E 44 bei SSW. Später wurden weitere 154 Fahrzeuge gebaut.

Sie stellen einen Meilenstein der E-Lokentwicklung dar, denn hier wurde erstmals bei einer größeren Streckenlokomotive auf Vorlaufachsen und Stangenantrieb verzichtet. Insgesamt wurden 174 Maschinen gebaut, von denen jedoch etliche durch Kriegshandlungen einen Totalschaden erlitten und deshalb ausgemustert werden mussten. Die Mehrzahl der Lokomotiven kam zur Deutschen Bundesbahn. Diese baute sogar sieben Loks nach. Die DB rüstete mehrere Maschinen für den Wendezugbetrieb aus, kenntlich gemacht durch ein G hinter der Loknummer. Die E 44 mit elektrischer Bremse wurden durch ein W hinter der Loknummer kenntlich gemacht. 

Baureihendaten
erstes Baujahr1932
Achsfolge/BauartBo'Bo'
Treibrad-Durchmesser1.250 mm
Eigengewicht78,0 t
Länge ü. P.15.290 m
Geschwindigkeit90 km/h
AntriebTatzlagerantrieb
Leistung2.200 kW bei 76 km/h
Zugkraft196 kN
Stromsysteme15 kV 16 2/3 Hz, Oberleitung
KupplungsartSchraubenkupplung

Fahrzeugdaten
angebrachte Fz-BezeichnungE 44 002
UIC-Nummer144 002-3
ehem. Fz-BezeichnungE 44 002
HerstellerHenschel
Fabriknummer22132/1933
Indienststellung31.05.1933
Ausmusterung30.07.1981
Bezeichnungen 1933-1967: E 44 002
1968-1981: 144 002-3
Beheimatungen München Hbf, Garmisch Partenkirchen, München Hbf, Garmisch Partenkirchen
Bemerkungen Erste Serienlokomotive der BR E 44


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