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Chronik des DB Museums

Chronik des DB Museums

Erleben Sie hier die Geschichte des DB Museums.

1835
1882
1899
1901
1914
1920
1925
1935
1939
1953
1960
1985
1995
1995
1996
1997
1999
2001
2001
2002
2003
2005
2005
2007
2012
2013
2013
2014
2015
2015
1835

1835

Die erste deutsche Eisenbahn

Am 7. Dezember 1835 fährt in Deutschland die erste Eisenbahn. Mit neun Personenwagen dampft die Lokomotive namens „Adler“ von Nürnberg nach Fürth. Der „Adler“ fährt in der Anfangszeit nur zweimal am Tag – ansonsten werden aufgrund von Kohlemangel Pferde vor den Zug gespannt.

Quelle: DB Museum

Die Eröffnung der Ludwigseisenbahn am 7. Dezember 1835

1882

Die Anfänge des DB Museums

Die bayerische Staatseisenbahn richtet in München ein kleines Museum für bayerische Eisenbahngeschichte ein. Zunächst ist es nur für Bahnbeschäftigte zugänglich. Ab 1885 wird es auch für das allgemeine Publikum geöffnet – jeden Mittwochnachmittag von Mai bis Oktober.

Quelle: DB Museum

Wesentlicher Teil der historischen Sammlung sind von Beginn an 1:10-Modelle

1899

Eröffnung desKöniglich Bayerischen Eisenbahnmuseums“

Der geschichtsbewusste Nürnberger Bürgermeister Georg von Schuh holt 1899 die eisenbahnhistorische Sammlung der bayerischen Staatseisenbahn von München nach Nürnberg. Dort, wo heute die Norishalle steht, überlässt von Schuh der Bahnverwaltung unentgeltlich einen leerstehenden Ausstellungspavillon. Am 1. Oktober 1899 eröffnet hier das „Königlich Bayerische Eisenbahnmuseum“.

Quelle: DB Museum

Das „Königlich Bayerische Eisenbahnmuseum“ am Marientorgraben

1901

Umbenennung in Verkehrsmuseum

Im Jahre 1901 eröffnet eine neue Abteilung für Post und Telegrafie. Das Eisenbahnmuseum wird in der Folge in „Königlich Bayerisches Verkehrsmuseum“ umbenannt. Die Verbindung von Bahn- und Postmuseum spiegelt die staatlichen Verwaltungsstrukturen wider. Die Eisenbahn sowie das Post- und Telegraphenwesen in Bayern unterstehen auch nach der Reichsgründung 1871 dem bayerischen Staat und werden von einem Ministerium gemeinschaftlich verwaltet.

Quelle: Museum für Kommunikation Nürnberg

Postkutsche aus der Sammlung der Postabteilung des Verkehrsmuseums

1914

Baubeginn für den Neubau in der Lessingstraße

Das erweiterte Museum benötigt schon bald mehr Platz. Wieder hilft die Stadt Nürnberg, indem sie der Bahn unentgeltlich einen Bauplatz an der Lessingstraße überlässt und einen Teil der Baukosten des neuen Museumsgebäudes übernimmt. Im Sommer 1914 erfolgt der erste Spatenstich. Kurz darauf unterbricht der Erste Weltkrieg die Bauarbeiten.

Quelle: DB Museum

Grundrissplan des Museumsgebäudes in der Lessingstraße

1920

Neuorganisation nach dem Ersten Weltkrieg

Nach dem Ersten Weltkrieg werden die beiden Museumsabteilungen getrennt und unterschiedlichen Behörden zugeordnet: dem für die Deutsche Reichsbahn zuständigen Reichsverkehrsministerium und dem Reichspostministerium. Beide Museen weiten ihr Sammlungsgebiet nun auf die gesamtdeutsche Entwicklung aus.                                                               

Quelle: DB Museum

Der Museumsleiter in der Weimarer Zeit: Oskar Böttinger

1925

Umzug des Museums

Das neue Gebäude in der Lessingstraße, dessen Bau 1914 begonnen wurde, ist fertig. Das Museum zieht an den heutigen Standort und verfügt über insgesamt 9.700 m² Ausstellungsfläche: 8.500 m² für die Bahn und 1.200 m² für die Post.

Quelle: DB Museum

Plakat des Verkehrsmuseums aus den 1920er Jahren

1935

Rückkehr des „Adlers“

Anlässlich der 100-Jahr-Feier der deutschen Eisenbahnen lässt die Deutsche Reichsbahn einen Nachbau der Dampflokomotive „Adler“ anfertigen. Zusammen mit mehreren Personenwagen wird die rekonstruierte Lok bei einer Fahrzeugparade am 7. Dezember 1935 der Öffentlichkeit präsentiert. Das NS-Regime nutzt den Glanz des Eisenbahnjubiläums für politische Propagandazwecke. An den Jubiläumsfeiern nimmt Adolf Hitler persönlich teil.

Quelle: DB Museum

Der rekonstruierte Adler-Zug während der Fahrzeugparade am 7. Dezember 1935

1939

Schäden im Zweiten Weltkrieg

Der Zweite Weltkrieg zerstört große Teile des Verkehrsmuseums, das nach Kriegsbeginn im September 1939 geschlossen wurde. Das Gebäude in der Lessingstraße wird bei Luftangriffen zwischen 1943 und 1945 mehrmals schwer getroffen. Erst in den 1960er Jahren sind wieder alle Räume zugänglich.

Quelle: DB Museum

Instandsetzungsarbeiten am Verkehrsmuseum

1953

Teileröffnung des Verkehrsmuseums

Teile des im Zweiten Weltkrieg beschädigten Verkehrsmuseums werden 1953 wieder eröffnet. Organisatorisch ist die Bahnabteilung des Museums nun der Bundesbahndirektion Nürnberg zugeordnet.

Quelle: DB Museum

Das Verkehrsmuseum in den 1950ern

1960

Eröffnung weiterer Ausstellungsbereiche

Anlässlich der 125-Jahr-Feier der deutschen Eisenbahnen im Jahre 1960 wird die große Modellbahnanlage im ersten Obergeschoss erstmals den Besuchern vorgeführt.

Im ehemaligen „Schmuckhof“ wird der „Adlersaal“ eingerichtet.

 

Quelle: DB Museum

Der „Adlersaal“ im Jahr 1960

1985

Neue Dauerausstellung und Freigelände

Zum 150-jährigen Jubiläum der deutschen Eisenbahnen eröffnet das Museum die neue Dauerausstellung „Epochen der Eisenbahngeschichte“. Gleichzeitig wird die Fahrzeughalle in der Sandstraße gegenüber dem Hauptgebäude fertig. Nach einer intensiven öffentlichen Diskussion richtet das Museum zum Thema NS-Zeit erstmals einen eigenen, noch sehr bescheiden dimensionierten Ausstellungsraum ein.

 

Quelle: DB Museum

Der Bereich „Gleisbau“ in der Dauerausstellung des Verkehrsmuseums 1985

1995

Das Museum für Kommunikation

Die Reform von Bahn und Post Mitte der Neunziger bringt wesentliche strukturelle Veränderungen für das Verkehrsmuseum. Als Teil der „Museumsstiftung Post und Telekommunikation“ wird die 1902 gegründete Postabteilung des Verkehrsmuseums in „Museum für Kommunikation“ umbenannt.

Die neue Dauerausstellung des Museums für Kommunikation 2012, Quelle: DB Museum

Die neue Dauerausstellung des Museums für Kommunikation 2012

1995

Das DB Museum geht online

Als eines der ersten Museen in Deutschland startet das Verkehrsmuseum Nürnberg 1995 seinen Internetauftritt unter der Adresse www.vmn.nuernberg.de. Zu Beginn haben DB Museum und Museum für Kommunikation noch eine gemeinsame Website. Ab 1998 trennen sich die Wege der beiden Häuser im Netz und das DB Museum veröffentlicht eine eigene Internetseite unter der neuen Adresse www.dbmuseum.de.

Quelle: DB Museum

So sah die erste Internetseite des DB Museums aus

1996

Das DB Museum als Firmenmuseum der Deutschen Bahn AG  

Die Deutsche Bahn AG übernimmt die Eisenbahnabteilung des Verkehrsmuseums als Firmenmuseum. Es erhält den Namen „DB Museum“. Seitdem befinden sich zwei eigenständige Museen unter dem Dach des alten Verkehrsmuseums, das „DB Museum“ und das „Museum für Kommunikation“.

Quelle: DB Museum

Nach der Umorganisation wehen neue Werbefahnen vor dem Verkehrsmuseum

1997

Eröffnung der Eisenbahn-Erlebniswelt

Die DB AG gibt den Anstoß für eine grundlegende Erneuerung des DB Museums. Als Erstes wird 1997 die „Eisenbahn-Erlebniswelt“ eröffnet, die Kindern einen spielerischen Zugang zum Thema Eisenbahn bietet.

Quelle: DB Museum

Der Brio-Spieltisch in der Eisenbahn-Erlebniswelt

1999

100 Jahre DB Museum

Zum 100jährigen Bestehen des Museums zeigt das DB Museum im Jahr 1999 die Sonderausstellung „Deutschlandreise 1899“. Höhepunkt der Feier ist die große Fahrzeugschau mit vielen Lokomotiven und einer Zugparade auf dem Gelände der ehemaligen Güterabfertigung Süd in Nürnberg.

Quelle: DB Museum/Jürgen Franzke

Bei der Lokparade zur 100-Jahr-Feier des Museums 1999

2001

Dauerausstellung „Auf getrennten Gleisen“

2001 eröffnet die Ausstellung „Auf getrennten Gleisen. Reichsbahn und Bundesbahn 1945 – 1989“. Es ist der erste Teil der neuen Dauerausstellung zur „Geschichte der Eisenbahn in Deutschland“. Im Blickpunkt stehen technische Aspekte der Eisenbahnentwicklung und die wirtschaftlichen, sozialen, politischen und kulturellen Zusammenhänge. Die Geschichte der DDR-Reichsbahn hat nun einen dauerhaften Platz in der Ausstellung des DB Museums.

 

Quelle: DB Museum

Der Grenzpfahl steht für die Teilung von Bundesbahn und Reichsbahn.

2001

DB Museum in Koblenz-Lützel

In Koblenz-Lützel eröffnet 2001 der erste Außenstandort des DB Museums. In der Lokhalle des ehemaligen Güterwagenausbesserungswerks sind Elektrolokomotiven, Reisezugwagen und Salonwagen zu besichtigen.

Quelle: DB Museum

Die E 69 03 ist am Standort Koblenz zu besichtigen.

2002

Dauerausstellung „Im Dienst von Demokratie und Diktatur“

Der zweite Abschnitt der Dauerausstellung „Im Dienst von Demokratie und Diktatur. Die Reichsbahn bis 1945“ wird 2002 eröffnet. Dieser thematisiert die Geschichte der Reichsbahn während der Weimarer Republik und in der Zeit des Nationalsozialismus. Dabei wird auch die Verstrickung der Reichsbahn in die Verbrechen des NS-Regimes gezeigt.

Quelle: DB Museum

Darstellung zur Zwangsarbeit bei der Reichsbahn während des Krieges

2003

DB Museum in Halle/Saale

2003 erhält das DB Museum einen weiteren Außenstandort. Im Lokschuppen des ehemaligen Bahnbetriebswerkes Halle P in Halle/Saale sind mehrere Dampflokomotiven der Reichsbahn zu sehen sowie zahlreiche alte Elektro- und Dieselloks.

Quelle: DB Museum

Fahrzeugschau vor dem Lokschuppen in Halle/Salle

2005

Fertigstellung des historischen Rundgangs im Erdgeschoss

Der historische Rundgang im Erdgeschoss des DB Museums ist 2005 fertig. Die Schau „Ein Jahrhundert unter Dampf. Die Eisenbahn in Deutschland 1835 – 1919“ ist der dritte Abschnitt der Dauerausstellung. Nun verfügt das DB Museum über eine umfassende  Ausstellung zur „Geschichte der Eisenbahn in Deutschland“ in den Jahren 1835 bis 1989.

Quelle: DB Museum

Blick in die Dauerausstellung „Ein Jahrhundert unter Dampf“ im Erdgeschoss

2005

Großbrand im Depot Nürnberg-Gostenhof

In einem für Museumsfahrzeuge angemieteten Rundschuppen des DB Regio-Werks Nürnberg-Gostenhof beschädigt im Jahr 2005 ein Großbrand 24 Fahrzeuge schwer. Darunter befindet sich auch der fahrfähige Nachbau des „Adlers“. Die DB AG beschließt die Wiederherstellung der ersten Dampflok Deutschlands sowie weiterer historischer Fahrzeuge.

Quelle: DB Museum

Der abgebrannte Adler in den Ruinen des Museumsdepots in Nürnberg-Gostenhof

2007

Rückkehr des „Adlers“

Zwei Jahre nach dem Großbrand im Museumsdepot in Nürnberg-Gostenhof kehrt der rekonstruierte Adler-Nachbau ins DB Museum zurück. Seitdem finden wieder Publikumsfahrten mit dem beliebten Zug statt.

Quelle: DB Museum

Der „Adler“-Zug bei einer Publikumsfahrt

2012

Eröffnung des Freigeländes und des Schaudepots

Zum 1. März 2012 richtet das DB Museum in einer renovierten Halle auf dem Freigelände ein Schaudepot ein. Exponate, die bisher im Magazin lagerten, werden erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Rund sechs Monate später eröffnet das renovierte Freigelände. Zu den Neuerungen auf der 15.000 Quadratmeter großen Fläche gehören eine Signalausstellung und ein „Zeitgleis" zur Geschichte des Oberbaus.

Quelle: DB Museum

Das erneuerte Freigelände mit historischen Signalen

2013

Eröffnung des KIBALA

Im Januar 2013 eröffnet anstelle der früheren Eisenbahn-Erlebniswelt ein neuer Kinderbereich: das KIBALA, kurz für Kinder-Bahnland. Das KIBALA ist eine rund 1.000 Quadratmeter große interaktive Ausstellung für Kinder im Alter bis zu 11 Jahren. Höhepunkt des KIBALA ist der KIBALA-Express zum Mitfahren.

Quelle: DB Museum

Die Kletterlok hat im KIBALA ein neues Zuhause gefunden

2013

Zugehörigkeit zur Deutsche Bahn Stiftung gGmbH

Seit 1. April 2013 ist das DB Museum Teil der Deutsche Bahn Stiftung gGmbH, die alle gemeinnützigen Aktivitäten der Deutschen Bahn bündelt. Das Ziel der im Januar 2013 gegründeten, eigenständigen Institution ist die ideelle und materielle Förderung der Allgemeinheit. Schwerpunkte der Fördertätigkeit sind die Bereiche Bildung, Integration, Umwelt sowie Humanitäre Hilfe.

Quelle: DB Museum







2014

Weichenstellung für die Zukunft - Die neue Dauerausstellung im DB Museum

20 Jahre nach Gründung der DB AG eröffnet das DB Museum die neue Dauerausstellung zur jüngsten deutschen Eisenbahngeschichte. In einer multimedialen Schau können die Besucher seit 1. April 2014 in die ereignisreiche Zeit nach dem Mauerfall eintauchen. Nun ermöglicht das DB Museum eine komplette Zeitreise vom Adler zum ICE.

Quelle: Uwe Niklas

Impressionen von der Eröffnung der neuen Dauerausstellung "Weichenstellung für die Zukunft"

2015

Das Modellarium - Die neue Dauerausstellung im DB Museum

In dem neuen Ausstellungsbereich, der am 16. April 2015 eröffnet wird, dreht sich alles um Eisenbahnmodelle. Das „Modellarium“ zeigt über 2000 Modelle, von historischen Fahrzeugen im Maßstab 1:5 bis hin zu einer Lok im Miniformat 1:700.

Quelle: Klaus Mosch

Schwerpunkt des Modellariums ist eine Sammlung von 1:10 Modellen, die bis in das Jahr 1882 zurückreicht.

2015

RAILCON 2015 - 2. Internationale Konferenz der Eisenbahnmuseen 

Im Oktober 2015 findet die 2. Internationale Konferenz der Eisenbahnmuseen - RAILCON - im DB Museum Nürnberg statt. Die teilnehmenden Museen reisen aus Belgien, Deutschland, Dänemark, Frankreich, Indien, Japan, Mexiko, Niederlande, Portugal, Russland, Schweden, Schweiz, Großbritannien und USA an.

Quelle: Uwe Niklas

Themenschwerpunkte sind die Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Mitarbeitern, Strategien für mehr Museumsbesucher, Präsentation von Originalfahrzeugen sowie die Zukunft der Eisenbahnmuseen.