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Bahnpostwagen

Postbearbeitung während der Fahrt

Postsendungen wurden von Anfang an mit der Bahn transportiert. Schon 1848 waren Bahnpostwagen in die Züge eingegliedert. Darin wurde die Post sortiert und bearbeitet. Der Waggon "Berlin 1419" ist der älteste erhaltene Bahnpostwagen in Deutschland.

Bahnpostwagen waren kleine Postämter auf Rädern. In ihnen wurden die Briefe und Postsendungen des Landes sortiert. Fast 150 Jahre lang war die Bahn zentrales Beförderungsmittel für die Post.

Der Bahnpostwagen „Berlin 1419“ wurde im Jahr 1888 von der Breslauer AG für Eisenbahnbedarf im Auftrag der Kaiserlichen Post gebaut. Er besaß Tische, Regale, Sortierfächer sowie Oberlichter, Kohleofen, Toilette, Waschbecken und eine spezielle Schwingungsdämpfung aus Filz. 1932 gab die Reichspost den Wagen an eine private Eisenbahngesellschaft bei Berlin ab. Diese nutzte das Fahrzeug zunächst als Packwagen, später als Werkstattwagen.

Über mehrere Eisenbahnvereine gelangte das Fahrzeug 1996 in den Besitz des Museums für Kommunikation Nürnberg. Das Museum versetzte das Fahrzeug nicht in seinen Ursprungszustand zurück, sondern konservierte den Wagen im Zustand seiner letzten Nutzung. Dies macht die vielfältigen Spuren seiner bewegten Geschichte sichtbar. Heute steht der Wagen im DB Museum. 

Technische Daten                                                      
Baujahr   1888
Hersteller Breslauer AG für Eisenbahnbedarf
Länge                             11.630 mm
Gewicht                         15,4 t