. .

Preußische G 3

Die Arbeitslokomotive der Preußen

Die Baureihe G 3 bildete das Rückgrat des preußischen Güterverkehrs: Die Loks waren Arbeitsmaschinen. Die letzte ihrer Art ist im DB Museum erhalten geblieben.

Mit insgesamt 2.233 Exemplaren war die G 3 eine der meistgebauten Dampflokomotivbaureihen der Welt. Im Preußen des 19. und Anfang des 20 Jahrhunderts waren diese Maschinen unersetzlich für die Güterbeförderung. Bis 1925 fuhren noch 157 Stück in Deutschland.

Die G 3 war eine langsame, aber zuverlässige Lokomotive und verfügte über hohe Zugkraft. Durch den charakteristischen Aufbau, die Räder unter dem Kessel ‑ der Kessel selbst war hoch gelagert ‑ und lange Überhänge im hinteren Bereich ‑ geriet sie bei höheren Geschwindigkeiten stark ins Schlingern. Für die damalige Durchschnittgeschwindigkeit des Güterverkehrs von 30 km/h war dies allerdings relativ unbedeutend.

Die im Museum ausgestellte "Saarbrücken 3143" ging 1920 aus dem Bahndienst. Sie wurde bis in die 1970er Jahre als Gewicht zur Überprüfung der Hubkraft von Lastenkränen im Ausbesserungswerk Trier verwendet.

Als die Lokomotive in den 1980er Jahren rekonstruiert wurde (ebenfalls im Ausbesserungswerk Trier), waren nur noch Rahmen, Kessel und die Zylinder übrig. Vier Jahre später war die Lokomotive neu aufgebaut und wechselte ins damalige Verkehrsmuseum, heute DB Museum, wo sie bis heute steht.     

Technische Daten                                                      
Baujahr   1884
Hersteller 

Hannoversche Maschinenbau AG

Höchstgeschwindigkeit                     45 km/h
Länge                  15.375 mm
Gewicht40,1 t