. .

Schnellzuglokomotive E 19 12

Die E-Lok aus der NS-Zeit

Die E 19 12 wurde 1940 in der Zeit des Nationalsozialismus gebaut. Sie trägt das mit einem Hakenkreuz versehene Emblem, das nach 1933 bei der Deutschen Reichsbahn eingeführt wurde.

Das Emblem ist das sichtbare Zeichen der Ausrichtung der Reichsbahn am NS-Regime und seiner Ideologie. Das NS-Hoheitszeichen, der Adler mit Hakenkreuz, wurde nach und nach in fast allen Bereichen eingeführt und unter anderem auch an Fahrzeugen angebracht. Neue Techniken wurden als Errungenschaften des NS-Staates gefeiert.

In technischer Hinsicht gehörte die E 19 12 zu einer Reihe von vier Elektrolokomotiven, die als Weiterentwicklung der Baureihe E 18 für den schweren Schnellzugdienst mit Geschwindigkeiten bis 180 km/h vorgesehen waren. Das stromlinienförmige Äußere unterstreicht den anvisierten Verwendungszweck. Es blieb jedoch bei nur vier Lokomotiven dieser Baureihe, da während des Zweiten Weltkriegs das Thema Hochgeschwindigkeit keine Rolle mehr spielte.

Die Lokomotiven waren noch lange Zeit im Schnellzugdienst der Deutschen Bundesbahn im Einsatz, obwohl die E 19 11 und 12 wegen Konstruktionsmängeln sehr störungsanfällig waren. 1975 wurden beide ausgemustert. Für die Jubiläumsfeiern zu 150 Jahren Deutsche Eisenbahn 1985 wurde die E 19 12 in ihren Ursprungszustand zurückversetzt.

Die Beteiligung der Deutschen Reichsbahn an den Verbrechen der Nationalsozialisten wird in der Dauerausstellung des Haupthauses ausführlich dargestellt.

Technische Daten
Baujahr 1940
Hersteller Henschel / SSW
Höchstgeschwindigkeit 180 km/h
Länge    19.500 mm
Leistung 3.460 kW/5.465 PS
Länge16.920 mm
Dienstgewicht110 t