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1945 - 1989

Im Deutschland der zwei Bahnen

Der jüngste Teil der Dauerausstellung im DB Museum zeigt die Epoche der deutsch-deutschen Teilung zwischen Kriegsende und Mauerfall.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges begann der „Kalte Krieg“ zwischen den Siegermächten. Deren weltanschauliche und machtpolitische Differenzen machten die Bewahrung der Einheit Deutschlands am Ende unmöglich.

Mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland (BRD) und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) 1949 war auch die Teilung der Deutschen Reichsbahn besiegelt. In der BRD erhielt das Eisenbahnunternehmen den Namen Deutsche Bundesbahn (DB). In der DDR wurde der Name Deutsche Reichsbahn (DR) beibehalten.

In beiden Ländern blieben die Eisenbahnen in Staatsbesitz. Allerdings waren sie in zwei gegensätzliche, sich feindlich gegenüberstehende Gesellschaftssysteme eingebunden. In Westdeutschland musste sich die Bundesbahn in der freien Marktwirtschaft behaupten. Im Osten Deutschlands hatte die Reichsbahn ihre Aufgaben in der sozialistischen Planwirtschaft zu erfüllen.

Die gesellschaftlichen Gegensätze bestimmten bis zum Fall der Mauer 1989 die Entwicklung der zwei Bahnen. Sie prägten dementsprechend  auch den Umgang mit der größten Herausforderung dieser Zeit: dem rasanten Wandel der Mobilität.

Bild vergrössern 1:10 Modell des VT 11.5, Quelle: DB Museum/Uwe Niklas

1:10 Modell des TEE

Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen beiden Bahnen werden in der Ausstellung in mehreren Themeninseln präsentiert. Dabei werden auch die dunklen Seiten dieser Epoche in den Blick genommen wie die mangelnde Aufarbeitung der NS-Vergangenheit oder die Rolle der Staatssicherheit bei der ostdeutschen Reichsbahn.