. .

11.5. bis 22.7.2012

Dialog in Stahl

Vom 11. Mai bis 22. Juli 2012 präsentierte das DB Museum die Kunstausstellung "Dialog in Stahl". Die stählernen Skulpturen des Künstlers Herbert Mehler trafen auf stählerne Fundstücke der Eisenbahngeschichte, gestaltet von Florian Borkenhagen.

Die Kunst als Parallelnatur

Herbert Mehler gehört zu den namhaftesten deutschen Metallbildhauern der Gegenwart. Seine Skulpturen aus Stahl wirken leicht und elegant. Und das trotz des schweren Materials Corten-Stahl, das Mehler einsetzt. Dieser Stahl hat die besondere Eigenschaft, dass er nur an der Oberfläche oxidiert und eine rötlich braune Patina ausbildet. Darunter bleibt der Stahl dicht und sehr beständig. Mehler beschreibt seine Skulpturen als „Parallelnatur“ – die Oberfläche verändert sich, natürliche Formen aus der Natur werden mit mathematischen Figuren wie Kugel, Kegel und Zylinder kombiniert. Neben die organische Form tritt die technische. Der Künstler nennt die die Figuren „Kavex-Skulpturen“. Sie weisen nach innen gewölbte, konkave Strukturen auf, genauso wie nach außen gewölbte, konvexe.

Einige Exponate sind mit Gold überzogen. Mehler zitiert damit die Schönheit und den Reichtum des alten Ägypten. „Gold leuchtet von innen“, sagt er. Das Edelmetall erzeugt eine feierliche Situation.

Stahl in Form und Funktion

Neben den Skulpturen von Herbert Mehler zeigte das DB Museum Eisenbahnfundstücke, die vom Hamburger Florian Borkenhagen künstlerisch bearbeitet wurden. Borkenhagen ordnet Teile von Waggons und Bahnanlagen wie Schienen, Puffer oder Bremsscheiben neu an und erzeugt so einen anderen Zusammenhang. Der Betrachter nimmt die aus dem Alltag vertrauten Teile aus einer anderen Perspektive wahr. Sie verlieren ihre ursprüngliche Funktion und gewinnen eine neue Ästhetik.Florian Borkenhagen stellt in zahlreichen Galerien in Europa und den USA aus. Seine Kunst stellt eine Verbindung zum Design her und verleitet den Betrachter zur Interaktion. Kunst wird zum Möbel und das Möbel zur Kunst.