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Donnerstag, 26. Juli

„TEE“ trifft „Vindobona“: DB Museum präsentiert erstmals gemeinsam Schienenlegenden aus Ost und West

Vorzeigezüge der deutschen Nachkriegsgeschichte maßgebend für die Entwicklung des Schienenverkehrs der 1950er und 1960er Jahre • Teile der luxuriösen Innenräume für Museumsbesucher zugänglich • Historisches Zusammentreffen eines der Highlights des DB Museums

(Nürnberg / Berlin, 26. Juli 2018) Ab heute treffen im DB Museum in Nürnberg ostdeutsche und westdeutsche Eisenbahngeschichte aufeinander. Zwei luxuriöse Schienenfahrzeuge aus Ost und West werden erstmals gemeinsam zu sehen sein. Die Fernverkehrszüge VT 11.5 (eingesetzt für den „Trans Europ Express“, kurz „TEE“, der Bundesbahn) und VT 18.16 (eingesetzt u.a. für den „Vindobona“ der DDR-Reichsbahn) waren wegweisend für die Entwicklung des Schienenverkehrs in den beiden deutschen Staaten ab den 1950er Jahren. 
In Westeuropa verbanden ab 1957 TEE-Züge im Kontext europäischer Gemeinschaft eine Vielzahl von Metropolen. Zur Planung und Umsetzung des Projekts wurde 1954 eine Kommission von sieben westeuropäischen Staatsbahnen gegründet. Zwar kam die Entwicklung gemeinsamer europäischer Züge nicht zustande, doch wurden Kriterien festgelegt, die für alle im TEE-Verkehr zum Einsatz kommenden nationalen Züge gelten sollten. So verständigte man sich unter anderem auf eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h; außerdem wurde die charakteristische Farbgebung, eine Kombination aus Bordeauxrot und Beige mit silberfarbenen TEE-Emblemen, festgelegt.

Sehr schnell entwickelte sich der von der Deutschen Bundesbahn konzipierte Dieseltriebzug VT 11.5 zum Star des deutschen TEE-Netzes. Jedoch führten die zunehmende Elektrifizierung vieler TEE-Strecken sowie das geringe Platzangebot in den Triebzügen zum vermehrten Einsatz von lokbespannten Zügen. Die durch diese Entwicklung zur Verfügung stehenden VT 11.5-Triebzüge wurden umgenutzt und bis Ende der 1970er Jahre im InterCity-Netz eingesetzt. 

Parallel zur Deutschen Bundesbahn entwickelte in der DDR die Deutsche Reichsbahn die Baureihe VT 18.16, um internationale Reisende von Ostberlin etwa nach Kopenhagen, Prag oder Wien zu befördern. Die Baureihe gilt bis heute als Prestigeobjekt der Planwirtschaft. Vor allem Geschäftsreisende aus Westberlin und Skandinavien nutzten die Züge mit 1. und 2. Klasse auf ihrer Durchreise durch die DDR.

Im Volksmund wurden die Dieseltriebwagen der Baureihe VT 18.16 oft als „Görlitzer“ oder „Vindobona“ bezeichnet. Die Bezeichnungen gehen auf den Hersteller (VEB Waggonbau Görlitz) bzw. auf die Streckenbezeichnung der 1957 eingeführten Verbindung zwischen Ostberlin und Wien zurück (Vindobona = Lateinisch für Wien).

Zum ersten Mal in der Geschichte der Eisenbahn werden nun „TEE“ und „Vindobona“ zusammen gezeigt. Auf dem Außengelände des Museums werden zwei Triebköpfe und ein Großraumwagen des VT 11.5 („TEE“) sowie ein Triebkopf und ein Speisewagen des VT 18.16 („Vindobona“) ausgestellt. 
Dr. Oliver Götze, Direktor des DB Museums: „Ob Eisenbahnfan oder nicht: Der Faszination der beiden Schnelltriebwagen wird sich kaum jemand entziehen können. Sie sind von zeitloser Eleganz, wecken Sehnsucht nach der Ferne und stehen für ein wichtiges Kapitel der deutschen Verkehrsgeschichte. Erstmals werden sie nun zusammen gezeigt – ein besonderes Highlight in unserem Jahresprogramm.“
Beide Züge können von Dienstag bis Sonntag zu den regulären Öffnungszeiten des Museums besichtigt werden. Sechsmal täglich werden zudem Teile der Innenräume beider Züge für interessierte Besucherinnen und Besucher zugänglich gemacht.

Hinweis für Redaktionen: Bildmaterial zum DB Museum steht in der Mediathek der Deutschen Bahn unter mediathek.deutschebahn.com bereit oder wird auf Anfrage zur Verfügung gestellt. 

  
Deutsche Bahn Stiftung und DB Museum 
  
Anschluss sichern. Verbindungen schaffen. Weichen stellen: Die Deutsche Bahn Stiftung bündelt unter diesem Leitsatz das gemeinnützige Engagement des DB-Konzerns und knüpft damit an die Tradition der Hilfe und Verantwortung an, wie Eisenbahner sie seit jeher leben. Sie verbindet dabei Eisenbahngeschichte mit Weichenstellungen für die Zukunft. Sie betreibt das DB Museum, setzt sich für die Integration von Menschen am Rande der Gesellschaft ein und fördert ehrenamtliches Engagement. 
Mehr unter: www.deutschebahnstiftung.de 

Das im Jahr 1899 gegründete DB Museum ist das älteste Eisenbahnmuseum der Welt. Weit über 200.000 Besucher aus der ganzen Welt besuchen jedes Jahr das Stammhaus des DB Museums in Nürnberg und die beiden Außenstellen in Koblenz und in Halle/Saale. Unter dem Dach der Deutsche Bahn Stiftung hält es die deutsche Eisenbahngeschichte aller Epochen lebendig und macht sie von den Anfängen um 1800 bis in die Gegenwart für Besucher zugänglich. 
Mehr unter: www.dbmuseum.de 

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