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E 18 047

Eine Elektrolok für den Reiseverkehr

Die Lokomotiven der Baureihe E 18 gehörten zu den schnellsten Elektrolokomotiven der Deutschen Reichsbahn. Sie erreichten eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h.

In den 1930er Jahren unternahm die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft große Anstrengungen, um den Reiseverkehr mit elektrischen Lokomotiven zu intensivieren und das elektrifizierte mitteldeutsche Netz mit dem süddeutschen zu vereinen. Dazu sollte die Strecke München-Berlin elektrifiziert werden.

Für den Einsatz auf dieser Strecke wurde eine leistungsfähige Lokomotiv-Baureihe benötigt, die ab 1933 bei der AEG entwickelt und 1935 als E 18 ausgeliefert wurde.

Bis zum Zweiten Weltkrieg wurden 53 Lokomotiven dieser Baureihe gebaut. Ab der 45. Lokomotive, als noch die Beschaffung von 100 Maschinen der Baureihe E 18 vorgesehen war, verwendete man eine dreistellige Ordnungsnummer mit vorgesetzter „0“. Die E 18 047 wurde nach ihrer Indienststellung im Bw Nürnberg Hbf stationiert und gehörte zum Ende des Zweiten Weltkrieges zu den 22 betriebsfähigen Lokomotiven dieser Baureihe.

Im Jahr 1974 konzentrierte die Deutsche Bundesbahn sämtliche noch vorhandenen E 18 im Bw Würzburg. Für die E 18 047 war dies der erste und bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Regelverkehr der einzige Stationierungswechsel.

Nach der betriebsfähigen Aufarbeitung ist diese Lokomotive seit 2005 am Standort Halle (Saale) beheimatet.

Technische Daten
Baujahr1939
HerstellerAllgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft (AEG), Berlin
Achsfolge1´Do1´
Höchstgeschwindigkeit140 km/h
Leistung3.040 kW / 4.133 PS
Länge16.920 mm
Gewicht108,5 t