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V 130 101

Dieselloks als Alternative zur E-Lok

Seit Anfang der 1960er Jahre setzte die Deutsche Reichsbahn auf Lokomotiven mit Dieselantrieb. Ab 1970 importierte sie Diesellokomotiven aus der Sowjetunion.

In den 1970er Jahren plante die Deutsche Reichsbahn der DDR den Bau einer Dieselelektrischen Großdiesellokomotive, die sowohl im Güterzug- wie auch im Reisedienst eingesetzt werden sollte. Die Lokomotivfabrik Woroschilowgrad hatte bereits 1967 eine solche Lokomotive entwickelt und lieferte 1970 zwei Prototypen an die Reichsbahn zur Erprobung bei der VES-M in Halle.

Die beiden Erprobungsmuster der Baureihe 130 mit elektrischer Zugheizung basierten auf der ursprünglichen Anforderung der DR und waren noch für 140 km/h ausgelegt. Deshalb erhielten sie die Betriebsnummern 130 101 und 102, in Aufbau und Technik entsprachen sie aber weitgehend der aus ihnen abgeleiteten BR 132, die mit geändertem Getriebe allerdings nur noch 120 km/h erreichte.

 

Damit ist die 130 101-9 die Vorläuferin der in großen Stückzahlen gebauten Baureihe 132 (später als Baureihe 232 ff bezeichnet). Ab 1992 wurden die beiden Lokomotiven unter der Nummer 754 101-4 und 102-2 als Bahndienstfahrzeuge eingeordnet und standen bis zu ihrer Ausmusterung 1997 für Versuchsfahrten zur Verfügung.

Technische Daten
Baujahr1972
HerstellerLokomotivfabrik Woroschilowgrad (ehemalige Sowjetunion/Ukraine)
Achsfolge Co´Co´
Höchstgeschwindigkeit140 km/h
Leistung2.778 kW / 3.777 PS
Länge20.900 mm
Gewicht138,5 t