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Endlich ist sie da!

Die Lösung zu unserem großen Weihnachts-Eisenbahn-Experten-Rätsel

Konnten Sie alle Fragen ohne Hilfe beantworten?


Hier finden Sie unsere Auflösung zu unserem Eisenbahn-Experten-Rätsel!

Das Lösungswort lautet: „ALLE REDEN VOM WETTER – WIR NICHT“

Die einzelnen Fragen waren ganz schön knifflig. Deswegen haben wir hier eine kurze Erläuterung zusammengestellt: 


  1. CRANZAHL - Die deutsche Mittelgebirgsregion ist das Erzgebirge, in dem seit Jahrhunderten Spielzeug und Weihnachtsschmuck in Heimarbeit hergestellt werden. Hier verläuft die gut 17 Kilometer lange Fichtelbergbahn, benannt nach dem höchsten Gipfel des Gebirges, von Cranzahl nach Oberwiesenthal.
     
  2. STEINACH - Bei der Stadt handelt es sich um Rothenburg ob der Tauber, Sinnbild für das romantische Deutschland und Ziel vorwiegend ostasiatischer Touristinnen und Touristen. Das dort ansässige Unternehmen „Käthe Wohlfahrt“ betreibt einen aufwendig gestalteten Flagshipstore mit dem „Deutschen Weihnachtsmuseum“, in dem das ganze Jahr Weihnachten ist. Per Bahn kommt man dorthin nur, wenn man in dem kleinen Ort Steinnach an der Hauptstrecke München – Würzburg in den Regionalzug umsteigt, der die Weihnachtsfans auf der elf Kilometer langen Stichbahn bis zur Endstation Rothenburg bringt.
     
  3. DAMPF-SCHNEESCHLEUDER - 1869 hatte der kanadische Zahnarzt J.W. Elliot die Idee, wie man in den harten Wintern seiner Heimat die oft verschneiten Bahnstrecken räumen könnte. Der US-Ingenieur setzte diese Idee 1883 um: Ein auf einem Waggon montiertes, dampfgetriebenes Schaufelrad befördert die auf dem Gleis liegenden Schneemassen in eine rotierende Trommel, von der aus sie mittels Zentrifugalgraft durch Öffnungen seitwärts herausgeschleudert werden. Eine Schneeschleuder, die bis heute etwa bei Gebirgsbahnen eingesetzt sind, bieten im Einsatz ein imposantes Bild: Die Dampf- und Rauchwolken ihrer Dampfmaschine und die Schneefontänen sehen aus, als ob sich ein Drache und ein Wal gleichzeitig durch den Schnee wühlen. In Deutschland produzierte vor allem Henschel in Kassel solche Maschinen.
     
  4. WEICHENHEIZUNG - Damit Weichen im Winter nicht einfrieren (was zu schrecklichen Unfällen führen könnte), werden sie oftmals elektrisch beheizt. Dies ist gar nicht so einfach, denn die Heizung muss warm genug sein, um Eis und Schnee abzuschmelzen, darf aber nicht so heiß sein, dass die Schmierstoffe der Weiche verdampfen. In Deutschland besitzen knapp 50.000 von 70.000 Weichen eine Heizung.
     
  5. ZUGSPITZBAHN - Die 1928 bis 1930 erbaute schmalspurige (1000 mm) Zugspitzbahn führt von Garmisch-Partenkirchen auf 700 Meter Meereshöhe zum 2650 Meter hoch gelegenen Schneefernerhaus unterhalb des knapp 3000 Meter hohen Zugspitzgipfels. Dieser Höhenunterschied wird mittels Zahnradtechnik überwunden. Die Zugspitzbahn gilt als technisches Meisterwerk, schade für die Besucherinnen und Besucher ist nur, dass ausgerechnet die letzten vier Kilometer in einem Tunnel verlaufen und sie nichts von der dortigen grandiosen Bergwelt sehen.
     
  6. FURKA-BERGSTRECKE - Die Furka-Bergstrecke führt durch die Schweizer Zentralalpen von Realp im Kanton Uri durch einen Tunnel am Furkapass bis nach Oberwald im Kanton Wallis. Nach ihrer Stilllegung 1982 wurde sie durch Eisenbahnfans aufwändig in größtenteils ehrenamtlicher Arbeit saniert und zwischen 1992 und 2010 abschnittsweise wieder in Betrieb genommen.
     
  7. ZARENGOLD - Der Sonderzug „Zarengold“ ist ein Touristenzug, der in 16 Tagen über die Transsibirische Eisenbahn von Moskau nach Peking fährt. Er verfügt über Schlafwagen und Speisewagen und bietet Reisen in fünf Komfort-Kategorien, von „Standard“ mit Übernachtung im Vierer-Schlafwagen bis „Bolschoi-Platinum“ mit großer Kabine und eigenem Bad. Der Name spielt auf den sagenhaft reichen russischen Staatsschatz an, der während des Bürgerkriegs nach der Oktoberrevolution verschwand und teilweise bis heute nicht aufgefunden wurde.
     
  8. ERNST WERNER SIEMENS - Der Gründer des Siemens-Konzerns wurde 1816 unter diesem Namen geboren. In diesem und folgenden Jahr fiel überall auf der Welt die Ernte aus, weil der Ausbruch des indonesischen Vulkans Tambora die Atmosphäre so verschmutzt hatte, dass die Sonneneinstrahlung mehrere Jahre deutlich verringert war. Er entdeckte 1847 das dynamoelektrische Prinzip, entwickelte einen Zeigertelegraphen und baute 1879 die erste funktionsfähige Elektrolok der Welt. Im Schleswig-Holsteinischen Krieg  von 1848 verhinderte er die Besetzung Kiels durch dänische Seestreitkräfte mittels elektrisch ferngezündeter Seeminen und baute in späteren Jahren im Dienste mehrerer Regierungen Telegrafenlinien, so das erste transatlantische Kabel zwischen Irland und Neufundland, eine Verbindung von London nach Kalkutta und zahlreiche Telegrafenlinien im Zarenreich. Wegen seiner Verdienste als Erfinder, Unternehmer und Wohltäter wurde er 1888 in den Adelsstand erhoben und ist heute allgemein unter „Werner von Siemens“ bekannt.
     
  9. FUERTHER FREIHEIT - Hier ist von der Ludwigseisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth die Rede. Sie sollte eigentlich im Oktober 1835 eröffnet werden, doch der Transport der in Newcastle upon Tyne gebauten Lokomotive „Adler“ verzögerte sich durch die miserablen Verkehrsverhältnisse um mehrere Wochen. Zudem machten die Behörden des gerade gegründeten Deutschen Zollvereins Ärger und wollten astronomische Zölle auf die aus England eingeführte Maschine erheben. Dies konnte durch die Deklaration der in 100 Einzelteile zerlegten Lokomotive als „Warenmuster“ umgangen werden. Die Bahnstrecke wurde am 7. Dezember 1835 eröffnet und führte von Nürnberg nach Fürth entlang der Fürther Chaussee bis zum Promenadenplatz, der heutigen „Fürther Freiheit“.
     
  10. VIENENBURG - Im Jahr 1838 wurde die Braunschweigische Staatseisenbahn von Braunschweig nach Wolfenbüttel eröffnet. Das damals errichtete Bahnhofsgebäude ist bis heute in Betrieb und damit das älteste Deutschlands.
     
  11. BERLIN OSTBAHNHOF - Im Jahr 1894 eröffnete die evangelische Kirche am Berliner Ostbahnhof eine Anlaufstelle, den in die Großstadt wegen Arbeit zureisenden jungen Frauen und Mädchen Schutz vor Ausbeutung und Gewalt zu bieten. Einige Jahre später wurde der Kreis auf junge Männer ausgeweitet, und die katholische Kirche und der jüdische Frauenbund offerierte Leistungen. Heute bietet die von den beiden großen Kirchen getragene und mit meist ehrenamtlichen Helfern arbeitende Bahnhofsmission eine ganze Palette von Dienstleistungen an, die von der Betreuung gehandicapter Reisender bis zur Versorgung von wohnungslosen Menschen reicht.